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Im 3. Jahrhundert v. Chr. wird Qu Yuan aufgrund seiner Reformpolitik vom chinesischen Königshof verbannt. Fortan schreibt er Gedichte - u.a. eines der einflussreichsten der chinesischen Dichtkunst - das Li Sao. Aus Verzweiflung über die Missstände seines Landes stürzt er sich in die Fluten des Flusses Mi Luo. Hunderte von Fischern versuchten, ihn zu retten und lieferten sich in ihren Booten ein Wettrennen um sein Leben. Mit lautem Trommeln und wilden Paddelschlägen versuchten sie, gefährliche Fische zu vertreiben ... vergeblich... Qu Yuan stirbt.

Seither wird Jahr um Jahr, bis zum heutigen Tag, die symbolische Suche nach dem Geist des Poeten in Form von Drachenboot-Festivals fortgesetzt. Und selbst in der westlichen Drachenboot-Welt ist jedem Drachenbootler diese Geschichte bekannt!

Drachenbootsport im Hamburg

1988 erhielten Hamburger Kaufleute aufgrund ihrer guten geschäftlichen Verbindung nach China eine Einladung aus Taipeh, mit einem Team von 20 Leuten an Drachenboot-Rennen teilzunehmen. Die Hamburger - alles Segler- konnten sich nicht so recht vorstellen, dass sie 20 Leute für ein Team brauchten, schließlich braucht man im Drachen (Segelboot) nur 3 Mann Besatzung. Sie flogen aber trotzdem hin und waren begeistert.

Wieder in Hamburg zurück, organisierten sie ein Jahr später das 1. Drachenboot-Festival in Deutschland auf der Binnenalster anläßlich des 800. Hafengeburtstages. Die dafür benötigten 6 Drachenboote brachten die Chinesen mit und ließen zwei als Gastgeschenk zurück (die heutigen 2 traditionellen Taiwan-Boote aus Holz). Dies war der Anfang des Drachenbootpaddelns in Deutschland.